News-Update

Die Vereinigung Kulturmeile/Zürich West wünscht allen einen guten Start ins 2026!

Zürich-West – Kulturmeile & Industriequartier

Projekt "Ensemble" – wird das jemals etwas?

Auf dem Areal des einstigen, vor Jahren bereits abgebrochenen Hardturms soll ein neues Sport-Stadion mit zwei Wohntürmen entstehen. Über dieses Projekt hat die Stadtzürcher Bevölkerung schon zwei Mal abgestimmt – und es im Prinzip durchgewinkt. Doch nun legt eine dritte Volksinitiative dem Projekt "Ensemble" neue Steine in den Weg

Das Projekt "Ensemble" sieht ein Stadion für 18 000 Zuschauer, eine Genossenschaftssiedlung mit gemeinnützigen Wohnungen und zwei Hochhäuser vor. 2018 wurden die Pläne bereits vom Stimmvolk angenommen, 2020 – nach einer neuen Initiative – noch einmal an der Urne bestätigt.

Zürich möchte, so hat das Volk bestätigt, ein neues Stadion. Allerdings: Manche Leute – es sind etliche im Quartier – wollen dennoch partout nicht, dass auf dem derzeit verlassenen und verwahrlosten Gelände des einstigen GC-Stadions Hardturm am westlichen Zipfel des Industriequartiers etwas Neues gebaut wird. Offenbar möchte man lieber, dass dort weiterhin ein paar Hausbesetzer campieren?

Das Projekt Ensemble besteht aus zwei Wohntürmen, einem Stadion und einem Genossenschaftsbau. (Bild: pd)
Das Projekt Ensemble besteht aus zwei Wohntürmen, einem Stadion und einem Genossenschaftsbau. (Bild: pd)

Etwa dieselben Leute, die das Neubauprojekt "Ensemble" bodigen wollten, haben nun eine dritte, als "Uferschutz"-Initiative getarnte Attacke gegen das Bauprojekt lanciert. Die 3000 Unterschriften dafür wurden im Frühling 2023 der Stadt übergeben. Das Begehren mit dem unverfänglichen Decknamen hat zum Ziel, den Bau von über 25 Meter hohen Hochhäusern entlang der Zürcher Gewässer – also Seen und Flüsse – zu verbieten. Geplant ist nichts solches, das Thema beträfe also einzig das Projekt "Ensemble", denn die Initianten empfehlen als minimalen Abstand zum Fluss die "vierfache Sohlenbreite der Limmat" – das wären 200 Meter, und dort stünden eines Tages die zwei Türme des neuen Hardturm-Projektes. Der Bau der beiden Wohntürme würde bei einer Annahme der Uferschutz-Initiative verboten. Doch das ganze Projekt – also auch Stadion und der Genossenschaftsbau – wäre ohne Wohntürme nicht finanzierbar, wie die NZZ schreibt.

An den Wohntürmen reiben sich Nachbarn und Landschaftschützer. (bild: pd)
An den Wohntürmen reiben sich Nachbarn und Landschaftschützer. (Bild: pd)

Neueste Entwicklung in dieser Causa: Der Zürcher Stadtrat hat Ende Juni 2023, als Reaktion auf die eingereichte Initiative, einen Gegenvorschlag erarbeitet, über den das Stimmvolk nötigenfalls ebenso abstimmen wird. Darin fehlt aber der 200-Meter-Passus, der den Uferschutz-Initianten so wichtig ist. Es ist also nicht wahrscheinlich, dass diese ihr Begehren zurückziehen – viel eher wird das Zürcher Stimmvolk ein drittes Mal über Sein oder Nichtsein eines neuen Zürcher Sportstadions zu befinden haben. Demokratisch richtig, aber irgendwie trotzdem sehr bizarr. In der Zwischenzeit arbeiten sich die Ämter und Gerichte an den Einsprachen zu "Ensemble" ab, die über drei Instanzen geführt werden könnten. 

Update vom 31. August 2023:
Wie die "Neue Zürcher Zeitung" in ihrer Ausgabe vom 30. August 2023 berichtet, hat das Baurekursgericht Zürich alle Einsprachen gegen das Projekt abgewiesen. 
Mit diesem Entscheid des Baurekursgerichts nehme das Bauvorhaben eine wichtige Hürde, so die NZZ: "Das Verdikt ist äusserst klar ausgefallen. Das Stadionprojekt auf dem Hardturm wurde erstmals juristisch begutachtet und es hat diese Prüfung bestanden." - Die Bauherrin appelliert an die Rekurrenten, sich nun endlich als "faire Verlierer" zu erkennen zu geben.

Street Art Tour durch Zürich-West

Zürich-West hat Street-Art-Fans einiges zu bieten. Von grossformatigen Murals über zeitgeistige Graffiti bis zu kleinen 3D-Interventionen finden sich im einstigen Industriequartier viele Facetten der Outdoor-Kunst.

Text: Jeroen van Rooijen

Ausgerechnet vom international bekanntesten Schweizer Street Art Artisten gibt es in Zürich-West nichts zu finden – Harald Nägeli sprayte Ende der 1970er-Jahre lieber in der Altstadt und im Universitätsquartier als im rauen Westen, wo der Kontrast vielleicht nicht so stark gewesen wäre. Vielleicht hätte es dort auch keinen interessiert, weil Graffiti in Zürich-West, anders als in den schicken Wohngegenden am Hügel, schon lange zum Stadtbild gehören.

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Herbst-Agenda 2025 Zürich-West

Es ist in den kommenden Wochen ganz schön etwas los im Industriequartier – nachfolgend eine subjektive Auswahl von Terminen, die wir nicht missen möchten.

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Mehr als anderthalb Jahre lang war das Viadukt im Zürcher Kreis 5 aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet. Anstelle einer herkömmlichen Bauverhüllung setzten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein kreatives Zeichen: Sie gestalteten die Abdeckungen für das massive Baugerüst und verwandelten die Viaduktbögen in eine temporäre Freiluftgalerie.

Weiterlesen: Im Viadukt: Aus Baustellen-Blachen werden Taschen

Daydance by Drift in Frau Gerolds Garten

Tagsüber statt tiefnachts tanzen – ein Phänomen, dass seit einiger zeit immer mehr Menschen begeistert. Am Samstag, 7. Juni wird auch in Frau Gerolds Garten zum Day Dance gebeten.

Es heisst ja gerne, dass die jungen Leute von heute anders ticken, andere Prioritäten hätten, anders leben und ausgehen. Das ist wohl so, denn neuerdings wird nicht mehr nur nachts und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sondern auch nachmittags getanzt.

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Ein Pfingsthain für Zürich-West

Eine Arbeitsgruppe präsentiert ein Projekt und ein Hochparterre-Themenheft zur Umgestaltung der Pfingstweidstrasse. Aus dem ehemaligen Autobahnzubringer soll ein 800 Meter langer grüner Hain werden. 

Die Interessengemeinschaft Zentrum-Hardbrücke (IGZH) macht Dampf und treibt die Zürcher Stadtplanung vor sich her – mit guten Ideen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einer gut gefüllten Kampagnenkasse.

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Herbst-Agenda Zürich-West 2024

Trari, trara, der Herbst ist da – und damit eine ereignisreiche, vielseitige Zeit im Industriequartier. Unsere Übersicht der Ereignisse für September, Oktober, November und die Vorweihnachtszeit.

Seit Mitte September macht sich der Herbst auch in Zürich-West deutlich bemerkbar. Hier sind einige Ereignisse und Termine, die den Herbst umso bunter machen.

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Looser verlässt das Industriequartier

Schritt für Schritt zieht sich das verarbeitende Gewerbe aus dem einstigen Industriequartier zurück. Neuestes Kapitel: Die Walter Looser AG, ein führender Anbieter von Bronzewerkstoffen, gibt seinen Standort am Viadukt auf und zieht nach Regensdorf.

Die grossen Mulden vor dem Haus an der Ecke Viadukt-/Josefstrasse kündigen es seit Wochen an: Hier wird ein Haus entrümpelt. Denn der Mietvertrag mit der Stadt läuft aus – alle Mieter des unansehnlichen Blocks ziehen aus, auch die Walter Looser AG, einer der führenden Schweizer Spezialisten für Bronze-Werkstoffe und Gleitlager.

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Platanen mit Sensoren in Zürich West

Die schattenspendenden Platanen in der Nachbarschaft der Hardbrücke tragen neuerdings Temperatur-Sensoren

Der kleine Platanenweg Zürich-West findet bereits im 3. Jahr statt. Es handelt sich dabei um drei Grüppchen teils sehr alter Bäume, die in der unwirtlichen Umgebung der Hardbrücke für Schatten und ein bisschen Grün sorgen. Neu kann man die vielgepriesene Klimawirkung der grossen Bäume live überprüfen.

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Die Kräne im Viadukt kommen weg

Seit einem Jahr wird im Viadukt gebaut – die SBB sanieren Mauerwerk, Geleise, Geleisebett und Fahrleitungen. Nun neigt sich die Baustelle ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten fünf Drehkräne abgebaut.

Seit einem Jahr steht im Viadukt, einer der beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen der Stadt, ein riesengrosses Gerüst, dazu fünf massive Drehkräne auf Betonfundamenten. Seit Dezember wird praktisch permanent gebaut, gebohrt und gehämmert, denn innerhalb der einjährigen Fahrplanperiode fahren keine Züge zwischen Wipkingen und HB, das Viadukt ist für den Schienenverkehr stillgelegt. 

Nun neigt sich die für Anwohner und Gewerbetreibende mühsame Grossbaustelle langsam ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten Kräne demontiert.

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Baschi und Zürich-West – eine Langzeitbeziehung

Für eine Rückblende auf 20 Jahre seiner Karriere kehrte der Schweizer Musiker in die Maag-Halle zurück

In einem langen Interview blickt der Schweizer Volks-Star Baschi zurück auf zwanzig Jahre seiner Karriere – die notabene in Zürich-West in der Maag-Halle begann. Hier überzeugte der damals 17-jährige Jüngling der Casting-Show «Music Star».

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