News-Update

Weihnachten im Viadukt: Die Festbeleuchtung brennt, und an den Sonntagen vom 30.11., 7.12. und 21.12 sind die Geschäfte geöffnet.

Zürich-West – Kulturmeile & Industriequartier

Das Gezerre um das Josef-Areal ist in vollem Gange

Kaum ist das ehemalige Areal der KVA Zürich-West ausgeräumt, melden sich schon die verschiedensten Anrainer und Impulsgeber, um aus der grössten Brache des Quartiers etwas Gutes zu machen. Die Frage ist aber: Was ist gut?

In den vergangenen Jahren wurde das zentral gelegene Areal der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage Josefstrasse schrittweise zurückgebaut, saniert und planiert – inzwischen ist die Fläche zwischen Hardbrücke, Viaduktstrasse, Josef- und Pfingsweistrasse eine der grössten brach liegenden Freiflächen der Stadt. Was tun mit der grosszügigen Landreserve?

Die Stadt hat ihre Ideen und hat sie verschiedentlich schon präsentiert: Es soll ein Alterszentrum geben, ein Hallenbad und einen Werkhof. 2019 wollte man dies im günstigsten falle zu bauen beginnen. An Dialogveranstaltungen wurde für die Idee geworben. Doch deren Umsetzung wird länger dauern, das zeichnet sich bereits ab.

Denn die Nachbarschaft ist nicht begeistert. Ein Alterszentrum in Zürich-West? Zwar ist das Industriequartier tatsächlich etwas in die Jahre gekommen und die Pioniere von einst inzwischen AHV-Berechtigt, doch: ausgewachsene Geriatrie gehört nun doch nicht hierher, finden sie. Ebensowenig wie der Werkhof mit seinen orangefarbenen Männchen, Putzmaschinen, LKWs und Mulden. Ein Hallenbad hat zwar sicher einen exotischen Reiz, aber: Gäbe es nicht noch wichtigeres, das dieses Quartier bräuchte?

Zu alledem ist inzwischen bereits ein unübersichtliches Gezerre entstanden. Die einen haben die Initiative "Josef will leben" lanciert, die fordert, dass das Areal lebendiger genutzt werden soll, die anderen fordern eine dringende Umzonung, damit dringend benötigter Wohnraum in der entsprechenden Dichte realisiert werden kann. Es gibt Fokusgruppen, Initiativen, Workshops, Arbeitskreise und politische Vorstösse ... alle wollen etwas – meistens einfach anders als das, was die Stadt dort umsetzen möchte.

Ideen fürs Josef-Areal gibt es viele - hier eine von Hochparterre (Bild: zvg)
Ideen fürs Josef-Areal gibt es viele - hier eine von Hochparterre (Bild: zvg)

Die Nachbarn der längsten Baustelle im Westen schauen derweil verwundert zu, wie das eine oder andere dennoch einfach so entsteht: Ein Kletterzentrum in der Wäscherei, demnächst vielleicht ein provisorischer Park. Sowie langsam, aber gaaanz langsam, das schicke neue Hauptgebäude der Fernwärme mit dem Kamin, das noch an die früheren Zeiten erinnert. Der sanierte Kamin schillert derweil schon wie ein post-industrielles Monument in den Himmel des Quartiers.

Wie geht's konkret weiter? Das wagt derzeit niemand zu sagen. Überall werden Strippen gezogen, hinter den Kulissen wird lobbyiert für diese oder jene Idee. Mit zweifelhaften Erfolgsaussichten. Eine Umzonung dürfte lange dauern und viel politischen Widerstand erzeugen. Also wartet man einfach mal zu. Und wartet. Die Stadt hat einen langen Atem. Und sie kann warten, bis sich die Gemüter beruhigen. Vielleicht 2025? Order später? Nicht so wichtig. Früher oder später – eher letzteres! – wird etwas draus.

Für die Weiterentwicklung des Josef-Areals betreibt die Stadt Zürich eine eigene Seite, siehe HIER.

Street Art Tour durch Zürich-West

Zürich-West hat Street-Art-Fans einiges zu bieten. Von grossformatigen Murals über zeitgeistige Graffiti bis zu kleinen 3D-Interventionen finden sich im einstigen Industriequartier viele Facetten der Outdoor-Kunst.

Text: Jeroen van Rooijen

Ausgerechnet vom international bekanntesten Schweizer Street Art Artisten gibt es in Zürich-West nichts zu finden – Harald Nägeli sprayte Ende der 1970er-Jahre lieber in der Altstadt und im Universitätsquartier als im rauen Westen, wo der Kontrast vielleicht nicht so stark gewesen wäre. Vielleicht hätte es dort auch keinen interessiert, weil Graffiti in Zürich-West, anders als in den schicken Wohngegenden am Hügel, schon lange zum Stadtbild gehören.

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Herbst-Agenda 2025 Zürich-West

Es ist in den kommenden Wochen ganz schön etwas los im Industriequartier – nachfolgend eine subjektive Auswahl von Terminen, die wir nicht missen möchten.

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Mehr als anderthalb Jahre lang war das Viadukt im Zürcher Kreis 5 aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet. Anstelle einer herkömmlichen Bauverhüllung setzten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein kreatives Zeichen: Sie gestalteten die Abdeckungen für das massive Baugerüst und verwandelten die Viaduktbögen in eine temporäre Freiluftgalerie.

Weiterlesen: Im Viadukt: Aus Baustellen-Blachen werden Taschen

Daydance by Drift in Frau Gerolds Garten

Tagsüber statt tiefnachts tanzen – ein Phänomen, dass seit einiger zeit immer mehr Menschen begeistert. Am Samstag, 7. Juni wird auch in Frau Gerolds Garten zum Day Dance gebeten.

Es heisst ja gerne, dass die jungen Leute von heute anders ticken, andere Prioritäten hätten, anders leben und ausgehen. Das ist wohl so, denn neuerdings wird nicht mehr nur nachts und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sondern auch nachmittags getanzt.

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Ein Pfingsthain für Zürich-West

Eine Arbeitsgruppe präsentiert ein Projekt und ein Hochparterre-Themenheft zur Umgestaltung der Pfingstweidstrasse. Aus dem ehemaligen Autobahnzubringer soll ein 800 Meter langer grüner Hain werden. 

Die Interessengemeinschaft Zentrum-Hardbrücke (IGZH) macht Dampf und treibt die Zürcher Stadtplanung vor sich her – mit guten Ideen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einer gut gefüllten Kampagnenkasse.

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Herbst-Agenda Zürich-West 2024

Trari, trara, der Herbst ist da – und damit eine ereignisreiche, vielseitige Zeit im Industriequartier. Unsere Übersicht der Ereignisse für September, Oktober, November und die Vorweihnachtszeit.

Seit Mitte September macht sich der Herbst auch in Zürich-West deutlich bemerkbar. Hier sind einige Ereignisse und Termine, die den Herbst umso bunter machen.

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Looser verlässt das Industriequartier

Schritt für Schritt zieht sich das verarbeitende Gewerbe aus dem einstigen Industriequartier zurück. Neuestes Kapitel: Die Walter Looser AG, ein führender Anbieter von Bronzewerkstoffen, gibt seinen Standort am Viadukt auf und zieht nach Regensdorf.

Die grossen Mulden vor dem Haus an der Ecke Viadukt-/Josefstrasse kündigen es seit Wochen an: Hier wird ein Haus entrümpelt. Denn der Mietvertrag mit der Stadt läuft aus – alle Mieter des unansehnlichen Blocks ziehen aus, auch die Walter Looser AG, einer der führenden Schweizer Spezialisten für Bronze-Werkstoffe und Gleitlager.

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Platanen mit Sensoren in Zürich West

Die schattenspendenden Platanen in der Nachbarschaft der Hardbrücke tragen neuerdings Temperatur-Sensoren

Der kleine Platanenweg Zürich-West findet bereits im 3. Jahr statt. Es handelt sich dabei um drei Grüppchen teils sehr alter Bäume, die in der unwirtlichen Umgebung der Hardbrücke für Schatten und ein bisschen Grün sorgen. Neu kann man die vielgepriesene Klimawirkung der grossen Bäume live überprüfen.

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Die Kräne im Viadukt kommen weg

Seit einem Jahr wird im Viadukt gebaut – die SBB sanieren Mauerwerk, Geleise, Geleisebett und Fahrleitungen. Nun neigt sich die Baustelle ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten fünf Drehkräne abgebaut.

Seit einem Jahr steht im Viadukt, einer der beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen der Stadt, ein riesengrosses Gerüst, dazu fünf massive Drehkräne auf Betonfundamenten. Seit Dezember wird praktisch permanent gebaut, gebohrt und gehämmert, denn innerhalb der einjährigen Fahrplanperiode fahren keine Züge zwischen Wipkingen und HB, das Viadukt ist für den Schienenverkehr stillgelegt. 

Nun neigt sich die für Anwohner und Gewerbetreibende mühsame Grossbaustelle langsam ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten Kräne demontiert.

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Baschi und Zürich-West – eine Langzeitbeziehung

Für eine Rückblende auf 20 Jahre seiner Karriere kehrte der Schweizer Musiker in die Maag-Halle zurück

In einem langen Interview blickt der Schweizer Volks-Star Baschi zurück auf zwanzig Jahre seiner Karriere – die notabene in Zürich-West in der Maag-Halle begann. Hier überzeugte der damals 17-jährige Jüngling der Casting-Show «Music Star».

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