Das «Jenseits» ist wieder offen
Das lange geschlossene Eventlokal/Café der katholischen Kirche im Viadukt meldet sich mit neuem Team wieder zurück
Lange war der charmante Doppe-Bogen 11/12 an der Josefwiese dunkel und verwaist, nur ab und zu sah man beim Schimmer einer Schreibtischlampe eine Person über seinen Plänen brüten – es war Norbert Nagy, Leiter des «Jenseits» im Viadukt. Der gebürtige Ungare wollte, dass aus dem vielseitig nutzbaren Café und Eventlokal «ein authentischer und weltoffener Begegnungspunkt für junge Menschen» wird.
Als Theologe habe ihn dieses Projekt schon deshalb begeistert, weil das «Jenseits» in Nagys Augen «ein Stück weit die Kirche der Zukunft» darstellt, die vermehrt von einer Kultur des Willkommenseins und fröhlichen Gastfreundschaft gekennzeichnet ist.
Nun sind die Türen wieder offen, das Café wieder in Betrieb und ein neues Team eingearbeitet. Wer einfach nur einen Café trinken möchte, kann dies tun – man wird nicht von Missionaren behelligt. Wer aber über Spiritualität, Kultur und Nachhaltigkeit sprechen möchte, ist auch sehr willkommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man katholisch oder reformiert, Christ oder Jude, Muslim oder Buddhist ist – das «Jenseits » möchte Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Weltanschauungen verbinden und eine Kultur des Willkommenseins pflegen.
